PROJEKT

Unbehagen an der Geschichte?

Auseinandersetzung mit der Wirkungsgeschichte des NS und gegenwärtigem Antisemitismus in Gedenkstätten und an historischen Lernorten

Unbehagen an der Geschichte?

Wie äußert sich gegenwärtiger Antisemitismus in Gedenkstätten? Welche Herausforderungen und Bedarfe ergeben sich daraus für die pädagogischen Mitarbeiter*innen? Wie kann auf antisemitische Vorkommnisse vor Ort reagiert und interveniert werden?

Die Gedenkstätten und historische Lernorte stehen zunehmend vor der Aufgabe, Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden. Dieser Auftrag kann potenziell durch Abwehr, Indifferenz, rechte Tendenzen, geschichtsrevisionistische und antisemitische Positionen verunmöglicht werden. Immer häufiger werden durch Mitarbeiter*innen der Gedenkstätten Bedarfe geäußert, sich auf dem Gebiet der Antisemitismusprävention weiterzubilden bzw. die eigene Praxis in Bezug auf den Umgang mit Antisemitismus kritisch zu hinterfragen.

Das Projekt „Unbehagen an der Geschichte?“ wird vom Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment durchgeführt und durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gefördert. Im Fokus des Projekts steht die Erkundung von Bedarfen und Handlungsstrategien als Resonanz auf zunehmend sichtbar werdenden Antisemitismus in NS-Gedenkstätten.

Hierfür wird die gleichnamige qualitative Studie „Unbehagen an der Geschichte?“ vom Kompetenzzentrum durchgeführt. Darüber hinaus findet ein Validierungsworkshop statt, der pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit bietet, Erfahrungen, professionsbezogene Praktiken und Bedarfe kollegial zu diskutieren. Selbstreflexive, emotionsfokussierte und biographisch zentrierte Präventionsansätze sowie die Interventionspraxis nach antisemitischen Vorfällen stehen dabei im Vordergrund.

Ansprechpartnerin: schweitzer@zwst-kompetenzzentrum.de

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