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Kick-off Coaching für jüdische Familien

Empowerment durch Dialog

Kick-off Coaching für jüdische Familien​ Foto: 

Welche Erfahrungen machen jüdische Kinder und Jugendliche und ihre Familien an Berliner Schulen? Welche Präventions- und Interventionsansätze sind bereits etabliert, wo sind die Leerstellen? Welches Verständnis von Antisemitismus und Diskriminierung liegt diesen Ansätzen zugrunde und welches muss noch dazu entwickelt werden? Welche Unterstützungssysteme gibt es für Betroffene und ihre Familien? Was muss dringend ausgeweitet und implementiert werden?

Viele Kinder und Jugendliche machen in ihrem Schulalltag Ausgrenzungserfahrungen. Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrer*innen erleben Benachteiligungen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Weltanschauung, körperlichen oder psychischen Verfassung, sexuellen Orientierung Geschlechtsidentität oder ihres Alters. Immer häufiger kommt es auch zu antisemitischen Vorfällen, die als Mikroaggressionen, Vorurteile, Feindbilder, Ausschließungen, Hassrede und gar Gewaltvorfälle in Erscheinung treten. Nicht nur die Berichte der Betroffenen, sondern auch die jüngst veröffentlichte Erhebung der Bildungsverwaltung sowie Studien zu Antisemitismus an der Schule zeigen, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt. Die Reaktion auf sowie der Umgang mit Diskriminierung und Antisemitismus ist in Schulen nicht immer klar geregelt bzw. transparent. Es kommt sogar dazu, dass die gemachten Erfahrungen gegenüber der Institution erklärt und verteidigt werden müssen. Rückzugsstrategien, Vereinzelungserfahrungen und sogar Schulwechsel sind häufig das Resultat einer solchen Praxis. In der Regel werden Jugendliche als potenzielle Problemträger fokussiert. Mit unseren Programmen wollen wir deshalb nicht ausschließlich die Jugendlichen ansprechen, sondern Lehr-, Fach- und Führungskräfte stärken, auf Antisemitismus und Diskriminierung rechtzeitig und kompetent zu reagieren und ihre Strukturen dahingehend auszubauen. Durch das Projekt „ Coaching für Familien – Empowerment durch Dialog“ werden in erster Linie Familien adressiert, die sich gegen die Entwicklungen aktiv positionieren und sich Instrumente aneignen wollen, um noch mehr Einfluss zu nehmen.

Gäste:

Saraya Gomis, Antidiskriminierungsbeauftrage an Berliner Schulen

Sigmount Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Avishag Carmel-Weidner, Psychologin, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit jüdischen Eltern

Bettina Jarasch, Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, Sprecherin für Integration und Flucht und für Religionspolitik der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Diese Veranstaltung ist zugleich die Auftaktveranstaltung zu der Neuauflage unseres Coachings für Familien mit Antisemitismuserfahrungen, die am 19.03.2019 startete.