Studienreihe

Antisemitismus im Kontext Schule (Baden-Württemberg)

Deutungen und Umgangsweisen von Lehrer*innen an Baden-Württemberger Schulen

Antisemitismus im Kontext Schule (Baden-Württemberg)

Das dritte Forschungsprojekt der Studienreihe zu „Antisemitismus im Kontext Schule“ (2021) wird im Bundesland Baden-Württemberg durch den Forschungsbereich des Kompetenzzentrums in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Freien Universität Berlin unter Leitung von Marina Chernivsky und Dr. Friederike Lorenz und unter wissenschaftlicher Mitarbeit von Johanna Schweitzer umgesetzt. Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Antisemitismus. Die Studie wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch das Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gefördert.

Die laufende Studie befasst sich mit der Frage, wie Antisemitismus an Schulen in Baden-Württemberg aktuell in Erscheinung tritt und durch Lehrer*innen sowie Schulleitungen wahrgenommen, eingeordnet und bearbeitet wird. Auf der methodischen Grundlage der interpretativen und rekonstruktiven Sozialforschung werden Gruppendiskussionen und narrative Einzelinterviews durchgeführt. Das Erkenntnisinteresse der Studie richtet sich auf die biografisch geprägten Verständnisse von Antisemitismus durch Lehrer*innen und Schulleitungen sowie Schilderungen von Situationen und Bedarfen hinsichtlich des Umgangs mit Antisemitismus an Schulen.

Folgende Forschungsfragen sind leitend bei der Umsetzung der Studie:

  • Was verbinden Lehrkräfte und Schulleitungen mit Antisemitismus?
  • Welche (berufs-)biografischen Verbindungen werden erinnert?
  • Wie nehmen Lehrkräfte und Schulleitungen antisemitische Situationen, Übergriffe und Strukturen an Schulen in Thüringen wahr und wie schildern sie ihren Umgang damit?
  • Welches Verständnis von Antisemitismus liegt ihrem jeweiligen Handeln zugrunde?
  • Welche Bedarfe formulieren Lehrer*innen explizit, welche lassen sich aus ihren Darstellungen ableiten?
  • Welche Praktiken und Interventionsansätze sind an Schulen etabliert und welche Erwartungen und Handlungsweisen werden deutlich?

Ansprechpartnerin: schweitzer@zwst-kompetenzzentrum.de 

Das Kompetenzzentrum ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Antisemitismus