STUDIE

Unbehagen an der Geschichte?

Auseinandersetzung mit gegenwärtigem Antisemitismus in Gedenkstätten

Unbehagen an der Geschichte?

Das seit 2020 laufende Forschungsprojekt „Unbehagen an der Geschichte?“ wird durch den Forschungsbereich am Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Freien Universität Berlin unter Leitung von Marina Chernivsky und Dr. Friederike Lorenz und mit wissenschaftlicher Mitarbeit von Johanna Schweitzer durchgeführt. Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Antisemitismus. Die Studie wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gefördert. Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet die Umsetzung der Studie.

In der qualitativen Studie werden Gruppendiskussionen mit pädagogischen Mitarbeiter*innen durchgeführt, um kollektive Deutungsmuster, Orientierungen und narrative Praktiken zu rekonstruieren. Im Rahmen der Studie findet ein Validierungsworkshop mit den Studienteilnehmer*innen statt, um erste Befunde zu diskutieren. Ziel der Analyse ist ein vertieftes Verstehen von Perspektiven, Deutungen, Bedarfen und Praktiken im Umgang mit gegenwärtigem Antisemitismus im Kontext der Gedenkstättenarbeit. Von dieser empirischen Basis ausgehend werden Reflexionsimpulse an die Praxis formuliert.

Folgende Forschungsfragen sind leitend bei der Umsetzung der Studie:

  • Wie manifestiert sich gegenwärtiger Antisemitismus in Gedenkstätten?
  • Welche Erwartungen und Funktionszuschreibungen werden mit dem Besuch an Gedenkstätten verbunden?
  • Welche Herausforderungen und Bedarfe ergeben sich daraus für die pädagogischen Mitarbeiter*innen?
  • Wie kann auf antisemitische Situationen vor Ort reagiert und interveniert werden?

Ansprechpartnerin: schweitzer@zwst-kompetenzzentrum.de

Das Kompetenzzentrum ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Antisemitismus