Fachsymposium 2017

Antisemitismus an der Schule - ein beständiges Problem? Handlungsstrategien und Empowermentkonzepte

Antisemitische Vorfälle an deutschen Schulen erreichen in Bezug auf ihre Häufigkeit und Intensität bundesweit ein neues Ausmaß. Die Ergebnisse der Befragung im Rahmen des zweiten Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus (Veröffentlichung April 2017) geben Aufschluss darüber, wie sich die Situation für die Betroffenen darstellt. Dabei ist es in besonderer Weise die Institution Schule, die vom Großteil der Befragten als „unsicher“ erlebt wird, als Ort, an dem die Konfrontation mit Antisemitismus nahezu normalisiert ist. Diese Tendenz wird auch durch die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Befragung des American Jewish Committe (AJC) bestätigt, in der 27 Lehrer aus Berliner Schulen zur ihrer Einschätzung der aktuellen Lage interviewt wurden. Demnach sei das Wort „Jude“ eines der weit verbreitetesten Schimpfwörter und die Verbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien ist ein ernstzunehmendes Problem. Es besteht demzufolge ein immenser Bedarf an fachlicher Unterstützung der Lehrkräfte sowie die Notwendigkeit qualifizierter Weiterbildung und Supervision der pädagogisch Verantwortlichen. Darauf nimmt der Antisemitismusbericht Bezug, welcher eine grundlegende Ausweitung und Verstetigung der Antisemitismusprävention im Bereich der Erwachsenenbildung fordert.
Welche Herausforderungen erleben Lehr- und Fachkräfte in Bezug auf Antisemitismus? Was brauchen sie, um gegenwärtige Tendenzen zu erkennen und antisemitischen Vorfällen nachhaltig vorzubeugen? Welche Konzepte der Intervention und Prävention sind benötigt, um sowohl Prävention als auch den Schutz der Betroffenen in der Schule zu gewährleisten? Das diesjährige Fachsymposium stellt ausgewählte Prävention- und Empowermentkonzepte zur Diskussion und lässt Experten wie Betroffene zu Wort kommen.

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