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Seminar zur Lehramtsausbildung „Strategien gegen Rassismus und Antisemitismus in Schule und Unterricht“ (3. Modul)

Dezember 13 @ 9:00 am - 5:00 pm

Seminar zur Lehramtsausbildung „Strategien gegen Rassismus und Antisemitismus in Schule und Unterricht“

Daten:
1. Modul: 29.11.2021, 09:00 – 17:00 Uhr
2. Modul: 06.12.2021, 09:00 – 17:00 Uhr
3. Modul: 13.12.2021, 09:00 – 17.00 Uhr

Ort: Präsenzveranstaltung in den Räumen des Kompetenzzentrums in Berlin

Anmeldung: Lehramtsstudierende der Universität Potsdam können sich noch bis zum 10.11.21 über das Studienorganisationsportal PULS für das Blockseminar anmelden

In der Schule ist Antisemitismus meistens nur dann Thema, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Aus den Erfahrungen von Betroffenen und einschlägigen Studien wissen wir aber, dass Antisemitismus Teil des Schulalltags ist. Das auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt für die Lehramtsausbildung startet daher am 29.11.21 mit dem Ziel, Lehramtsstudierende für den Umgang mit Antisemitismus in Schule und Unterricht zu befähigen. Im ersten Modul des dreiteiligen Blockseminars stehen aktuelle Studien und die Orientierung im Feld im Vordergrund. Das zweite Modul am 06.12.21 wird sich mit dem pädagogischen Handeln im Umgang mit Antisemitismus beschäftigen. Zum Abschluss der Reihe werden im dritten Modul am 13.12.21 Intervention und Schulentwicklung in den Blick genommen.

3. Modul: Intervention und Schulentwicklung  

Der Umgang mit systemischem Antisemitismus an der Schule muss aufgrund seiner partikularen Funktionen und Wirkungen für und in einer postnationalsozialistischen und post-Shoah Gesellschaft phänomenspezifisch reflektiert und eingeübt werden. Gesellschaftliche Traditionslinien wie etwa die Dethematisierung und Distanzierung von Antisemitismus als Herausforderung der Gegenwart entfalten sich auch in der Schule und stehen wirksamen Interventionen von Lehrkräften häufig im Wege. Als sozialer Raum ist Schule aber auch in andere Differenz- und Dominanzverhältnisse eingebettet. Neben antisemitischen gehören auch Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung auch dort zum Alltag. Hier besteht u.a. ein Widerspruch zu zahlreichen menschen- und kinderrechtlichen Verpflichtungen, die auch Teil vieler Schulgesetze sind und nicht zuletzt zu den pädagogischen und moralischen Ansprüchen, denen sich Lehrkräfte und Schulleitungen verschrieben haben. Antisemitismus- Rassismus- und Diskriminierungskritik müssen sich in Schulentwicklungsprozessen abbilden, um strukturelle Ungleichheit abzubauen und die demokratische Teilhabe aller innerhalb des Systems Schule Beteiligten, allen voran Schüler*innen, zu ermöglichen. 

Die Seminarreihe wird in Kooperation mit der Universität Potsdam umgesetzt.

Referent*innen:
1. Modul: Marina Chernivsky und Friederike Lorenz, Kompetenzzentrum
2. und 3. Modul: Romina Wiegemann und Alexander Vasmer, Kompetenzzentrum

Details

Datum:
Dezember 13
Zeit:
9:00 am - 5:00 pm