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Seminar »Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion im pädagogischen Alltag« 

28. Mai Ganztägig

Seminar »Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion im pädagogischen Alltag«  

Datum: 28.05.2024 

Ort: Staatliches Gymnasium “Ernst Abbe” in Eisenach 

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Eine Anmeldung ist daher leider nicht möglich. 

Inklusion ist eine politische Forderung und eine schulische Realität. Beides geht mit hohen Anforderungen an Institutionen und pädagogische Fachkräfte einher. Dahinter verbirgt sich nicht nur die Umsetzung von Menschenrechten, sondern auch die Hoffnung und Vision, dass Gleichwertigkeit im Zugang zu Bildung realisierbar ist. Der Anspruch auf weitreichende gesellschaftliche Veränderungen erfordert jedoch nicht nur einen gesetzlichen Rahmen, sondern ebenso ein abgeklärtes Selbstverständnis aller Beteiligten und lernende Strukturen. 

Grundvoraussetzungen für eine inklusive Praxis sind die Anerkennung individueller Ausgangsbedingungen von Schülerinnen und Schülern – nicht als Ausnahme, sondern als Normalität – sowie der Bedarf nach einem gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Oftmals werden jedoch pädagogische Fachkräfte ohne Begleitung mit der Umsetzung inklusiver Arbeit konfrontiert. Die Fortbildung soll Ihnen die Möglichkeit für systemische Reflexionsprozesse und die Entwicklung vielfaltsbewusster Handlungskompetenzen geben. 

Das Seminar richtet sich an Lehrkräfte und alle pädagogischen und sozialarbeiterischen Fachkräfte an Schulen. 

Seminarziele 

Das Seminar trägt dazu bei, ressourcenorientiert und praxisnah in einem gemeinsamen Prozess ‚Inklusionshindernissen’ nachzugehen sowie inklusive Möglichkeitsräume auszuloten. Dies umfasst eine Auseinandersetzung mit eigenen (pädagogischen) Haltungen, aber auch mit Strukturen, in denen Bildung, Beratung und Erziehung stattfinden. Langfristig gesehen können Bedarfe erkannt und inklusive Lernräume etabliert werden, in welchen Schülerinnen und Schüler sich nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Verschiedenheit anerkannt fühlen sowie individuelle Unterstützung erfahren. 

Inhalte 

Inklusion ist zunächst eine Haltung. Sie beginnt im Kopf und setzt umfassende Reflexionsprozesse voraus. Im ersten Schritt steht die Arbeit an subjektiven Einschätzungen, Deutungen und individuellen Lösungsansätzen für Alltagsprobleme im Fokus. Im zweiten Schritt ist der Blick auf den institutionellen Kontext und den gesellschaftlichen Rahmen bedeutsam. So können vertraute Deutungen und Arbeitsroutinen im Hinblick auf Inklusion analysiert und diskutiert werden. All das soll ermöglichen, dass der Auftrag der Inklusion nicht nur eine Vision bleibt, sondern zu einem handhabbaren Konzept wird. 

Was brauchen pädagogisch Handelnde, um Schülerinnen und Schülern eine vielfaltsbewusste und inklusive Lernumgebung anzubieten? Welche Grundprinzipien bzw. Leitlinien unterstützen diesen Auftrag in seiner Umsetzung? Welche Arbeitsformen sind besonders sinnvoll, um allen Lernenden einen inklusiven Raum für ihre Entwicklung und Entfaltung zu ermöglichen? 

Methoden 

Aufstellungsmethoden, Kollegiale Fallberatung, Kleingruppenarbeit, Diskussionen, Einsatz von Medien, Vorstellung pädagogischen Materials, Inklusionschecklisten 

Das Seminar ist eine Kooperation des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung im Rahmen des Projekts »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« mit dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit »DenkBunt«

Referent*in: Judith Steinkühler (Kompetenzzentrum)