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Impulsvortrag „Antisemitische Kontinuitäten”

September 3 @ 10:00 am - 11:30 am

Impulsvortrag „Antisemitische Kontinuitäten”

Ort: Online

Anmeldung: Dies ist eine geschlossene Veranstaltung für Mitarbeiter*innen des britischen Konsulats.

Die seit Jahrhunderten währende Kontinuität des Antisemitismus lässt sich nur auf Basis seiner spezifischen Eigenschaften begreifen. Das antisemitische Ressentiment weist ein hohes Maß an Wandelbarkeit sowie dynamischer Anpassungsfähigkeit auf, das jederzeit auf gesellschaftlich und intergenerational tradierte Abneigungen gegen Juden_Jüdinnen zurückgreifen kann. Der Mythos eines seit 1945 überwundenen Antisemitismus verdeckt die Stabilität des Phänomens in der postnationalsozialistischen Gesellschaft. Antisemitismus bahnt sich immer wieder mithilfe neuer und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis hinein in die Mitte der Gesellschaft. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück, die nicht erst mit der Gründung des Staates Israel ihren Eingang findet. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Juden_Jüdinnen prägen den Blick auf den jüdischen Staat in erheblicher Weise mit und manifestieren sich auf gewaltvolle Weise. Der Vortrag „Antisemitische Kontinuitäten“ lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Strukturen und Erscheinungsformen von Antisemitismus auseinandersetzen und Praxisbezüge auszuloten.

Referent*inn: Marina Chernivsky (Leiterin des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment und Geschäftsführerin von OFEK e.V.)

Details

Datum:
September 3
Zeit:
10:00 am - 11:30 am