DenkRaum Schule 1: Antisemitismus im Kontext Schule

DenkRaum Schule ist eine neue Veranstaltungsreihe des Projekts “ACT gegen Gewalt”, bei der sich Expert*innen zu Antisemitismus im Kontext Schule austauschen und Reflexionsimpulse setzen. Im Fokus der digitalen DenkRäume stehen theoretische Reflexionen, empirische Studien und Praxisanalysen zu Antisemitismus aus multiplen Perspektiven. Die jüngsten Studien zu Antisemitismus an der Schule beleuchten einige neue Zusammenhänge und Erkenntnisse und bilden die Grundlage der Diskussionen.

Gemeinsam mit Expert*innen und Teilnehmenden wollen wir der Frage nachgehen, welche pädagogischen, institutionellen und politischen Bedingungen für das Gelingen einer zeitgemäßen und wirkungsvollen Intervention sinnvoll oder auch unverzichtbar sind.

Podiumsgäste: Prof. Dr. Samuel Salzborn, Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus; Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum; Mengü Özhan-Erhardt, Landeskommission Berlin gegen Gewalt

Moderation: Beate Klammt, Kompetenzzentrum

DenkRaum Schule 2: Antisemitismus und jüdische Perspektiven

Podiumsgäste:

Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Sciences)

Deborah Hartmann (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz)

Dr. Friederike Lorenz (Freie Universität Berlin)

Moderation: Beate Klammt, Kompetenzzentrum

Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus fanden lange Zeit in der Antisemitismusforschung und Debatte kein Gehör. Erst seit wenigen Jahren gibt es erste Untersuchungen, die Auswirkungen von Antisemitismus auf Betroffene in den Blick nehmen und jüdischen Stimmen zum gesamtgesellschaftlichen Umgang mit Antisemitismus Gehör verschaffen. Um diese Leerstelle, ihre Ursachen sowie Möglichkeiten, sie zu füllen, wird es im DenkRaum Schule #2 zu Antisemitismus und jüdische Perspektiven gehen.

DenkRaum Schule ist eine Talk-Reihe des Projekts #ACTgegen Gewalt, bei der sich Expert*innen zu Antisemitismus im Kontext Schule austauschen und Reflexionsimpulse setzen. Im Fokus der digitalen DenkRäume stehen theoretische Reflexionen, empirische Studien und Praxisanalysen zu Antisemitismus aus multiplen Perspektiven. Es wird durch die Förderung der Landeskommission Berlin gegen Gewalt und das Rights Equality and Citizenship Programm der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „Speak UP“ ermöglicht.

DenkRaum Schule 3. Talk: Antisemitismus und Verschwörungsmythen

Moderation: Beate Klammt Podiumsgäste: Pia Lamberty (Geschäftsführung, CeMAS Center für Monitoring, Analyse und Strategie gGmbH), Dr. Rosa Fava (ju:an – Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit), Michal Schwartze (Lehrerin und Lehrbeauftragte Goethe-Universität Frankfurt)

Besonders in Krisenzeiten haben Verschwörungsmythen Konjunktur. Mit ihrer Hilfe werden komplexe gesellschaftliche Verhältnisse oder unverstandene politische Prozesse unter anderem damit erklärt, dass im Geheimen eine mächtige Gruppe das Geschehen kontrolliert. Nicht selten werden Juden*Jüdinnen als diese Gruppe imaginiert und es wird somit auf uralte antisemitische Stereotype von Einfluss und Macht zurückgegriffen. Welche Bedürfnisse sollen durch ein Glauben an Verschwörungsmythen befriedigt werden und wie können wir – insbesondere im Raum Schule – Verschwörungsideologien wirksam entgegnen oder dieser Art zu denken vorbeugen? Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit unseren Gästen im DenkRaum Schule #3 – Antisemitismus und Verschwörungsmythen.

DenkRaum Schule ist eine Talk-Reihe des Projektes ACT gegen Gewalt, bei der sich Expert*innen zu Antisemitismus im Kontext Schule austauschen und Reflexionsimpulse setzen. Gemeinsam mit Expert*innen und Zuschauer*innen wollen wir der Frage nachgehen, welche pädagogischen, institutionellen und politischen Bedingungen für das Gelingen einer zeitgemäßen und wirkungsvollen Intervention sinnvoll oder auch unverzichtbar sind. DenkRaum Schule ist ein digitales Diskussionsformat des Projekts „ACT gegen Gewalt“. Es wird durch die Förderung der Landeskommission Berlin gegen Gewalt und das Rights Equality and Citizenship Programm der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „Speak UP“ ermöglicht.

„German Teachers Learning about the Shoah in Israel”

Guests: Prof. Dr. Julia Resnik and Lance Levenson (Hebrew University of Jerusalem) Dr. Friederike Lorenz (Freie University Berlin) Greeting: Marina Chernivsky (Head of Competence Centre for Prevention and Empowerment)

Moderation: Beate Klammt (Competence Centre for Prevention and Empowerment)

The word overwhelming is one of the themes of my life… I can’t cope with it. It’s something like speechlessness and helplessness. Nobody likes to say that, and maybe nobody likes to hear it as a teacher. And if it weren’t so, if it didn’t affect me, I couldn’t teach it either.“ (Teacher, p.50)

These conversations in the schoolyard, these insults, this anti-Semitism… I can feel that it is increasing again in recent years….I think that young people also take over from their parents’ conversations. That is simply unreflective, what is there, and you have to counteract it. And I hope to find answers.“ (Teacher, p.60)

For educators, such as the quoted teacher above, teaching the history of the Shoah to the next generation of German youth is fraught with challenges and ambiguities. From coping with overwhelming emotions to counteracting anti-Semitism in the schoolyard, it is clear that history is not only confined to the past, but is also reflected in teacher practices in the present. In today’s post-Shoah society, Germans are continuously performing memory through storytelling from one’s childhood, nonverbal communication of past experiences in reactions and body language, the interpretation of historical events, jokes, hints, and comments, or meaningful silence. In the context of teacher further education, each year, hundred of teachers from Germany participate in seminars at an Israeli Holocaust memorial.

Researchers Lance Levenson, Julia Resnik (Hebrew University of Jerusalem) and Friederike Lorenz (Freie University Berlin) present a 2.5-year ethnographic study (funded by GIF, the German-Israeli Research Foundation) of these seminars, preparatory workshops, and post-seminar reflections. Through participant observation, group discussions, and narrative interviews, the project explored both how and why German teachers, who face a myriad of challenges in teaching the Holocaust to the next generation, learn about the Shoah from Jewish perspectives in a Holocaust education setting in Israel. The study provides insights from multiple perspectives, including German state education ministries, teacher-participants, and seminar educators, regarding the question of what role generational orientations and emotions play in Holocaust education and how learning about the history of the Shoah is linked with perceptions of the present.

The research presentation is a cooperation event between the researchers of the study, that was funded by the GIF, and the competence center for prevention and empowerment. It is made possible by the support of the Rights Equality and Citizenship Program of the European Union through the project „Speak UP”.

Wie wird Antisemitismus im schulischen Alltag sichtbar? Welche Erfahrungen machen jüdische Schüler*innen sowie ihre Eltern mit Antisemitismus und Diskriminierung? Welche Praktiken, Bedarfe und Herausforderungen ergeben sich daraus für Schulen und Politik?