Studienseminar #Zusammendenken

Shoah Education und Umgang mit aktuellem Antisemitismus

Im Spiegel eines allgemein erstarkenden Antisemitismus hat die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah weiter an Komplexität gewonnen. Das betrifft die Betrachtung der historischen Dimension des Antisemitismus ebenso wie die Anerkennung seiner gegenwärtigen Ausdrucksformen, die aktuell insbesondere an Schulen zunehmend gewaltförmiger werden. Die Herausforderungen für Lehrer*innen an öffentlichen Schulen reichen von der Schaffung eines Settings, das jüdische Kinder in den Klassen mitsamt ihren familiären Bezügen zur Shoah nicht ausklammert, sondern mitberücksichtigt, über eine entsprechende Kontextualisierung von Verfolgung und Genozid, bis hin zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus als gesellschaftlich weit verankertes Ressentiment. Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus, insbesondere die Erfahrungen und Expertisen jüdischer Lehr- und Fachkräfte stellen bei der gemeinsamen Generierung von Handlungsoptionen eine unerlässliche, aber viel zu selten genutzte Ressource dar. Ebenso stellt sich die Frage wie der Unterricht zu Shoah und Antisemitismus an jüdischen Bildungsinstitutionen angesichts der veränderten Bedarfe im Hinblick auf erstarkenden Antisemitismus ausgestaltet und getragen werden kann. Die Fortbildung bietet einen geschützten Dialograum über die veränderten Bedingungen der Shoah Education sowie über aktuelle Herausforderungen der Antisemitismusprävention.

Die Einübung multiperspektivischer Zugänge zu Geschichte und Gegenwart sowie ausgewählte Ansätze der Empowerment-Pädagogik stehen ebenfalls im Fokus der Maßnahme. Auch die spezifischen Voraussetzungen für die Vermittlung der Shoah an jüdischen Schulen bilden einen zentralen Inhalt der Fortbildung.

Das Projekt erfolgt in de Kooperation zwischen dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und der International School for Holocaust Studies Yad Vashem.

Das Studienseminar richtet sich an jüdische Lehrer*innen an öffentlichen Schulen, alle Lehrer*innen an jüdischen Schulen/Bildungseinrichtungen sowie pädagogische Fachkräfte in der außerschulischen jüdischen Bildung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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