Shoah Education in der Schule

Gesprächsrunde für jüdische Familien

Jüdische Eltern sehen sich ab einem gewissen Zeitpunkt unweigerlich mit der Frage konfrontiert, wann und wie sie ihren Kindern die Geschichte der Shoah näherbringen sollen. Gerade in Deutschland hat die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah, die oft schon im Grundschulalter beginnt, eine besondere Relevanz. Die Form der schulischen Vermittlung ist jedoch in den seltensten Fällen multiperspektivisch und hat die familiäre Verwobenheit jüdischer Schüler*innen meistens nicht im Blick. Häufig wird das Thema auch zufällig und unvorhergesehen angeschnitten, was den Mangel einer angemessenen Vor- und Nachbereitung nach sich zieht. Das betrifft Kinder aus jüdischen Familien auf besondere Weise. Deren Eltern stehen dann häufig vor der spontanen Herausforderung, angemessen zu reagieren. Umso bedeutsamer ist es, Kindern aus jüdischen Familien einen Zugang zu ermöglichen, der ihre Perspektive berücksichtigt und sie angemessen vorbereitet.
Welche Unterstützung brauchen jüdische Familien, damit der Erstkontakt der Kinder mit der Geschichte der Shoah in einer Art und Weise erfolgt, die ihren Bedürfnissen entspricht? Wie kann für Sie ein selbstbestimmter Zugang für die Bearbeitung des Themas aussehen? Welche Möglichkeiten stehen jüdischen Familien offen, sich vom mehrheitsgesellschaftlichen Diskurs über Nationalsozialismus und Shoah, der auch in den Klassenräumen vorherrschend ist, abzugrenzen und eigene Wege zu beschreiten? Diese und weitere Fragen sollen erwogen und zur Diskussion gestellt werden.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Haus der Wannsee-Konferenz und JDC durchgeführt.

Das Gespräch fand in Berlin (Mitte) in deutscher Sprache statt.