Gespräch für jüdische Eltern und Familien

„Ist Jude ein Schimpfwort?“ Jüdische Erfahrungen an Berliner Schulen

Dass viele Kinder und Jugendliche in ihrem Schulalltag Antisemitismus erleben, ist nicht erst seit dem aktuellen Vorfall an einer Berliner Schule bekannt. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Fall aus Friedenau - der im Vergleich zu anderen Vorfällen verstärkt mediale Aufmerksamkeit erfuhr - werden exemplarisch Muster deutlich, die im Umgang mit Antisemitismus häufig wiederkehren: Verharmlosungstendenzen, Täter-Opfer-Umkehr und israelbezogener Antisemitismus. Den betroffenen Familien schlägt oft Unverständnis oder auch mangelnde Kompetenz der pädagogisch Verantwortlichen entgegen.

Das Gespräch für Eltern und Familien rückte die Betroffenenperspektive in den Vordergrund und eröffnete Möglichkeiten für einen Erfahrungsaustausch. Welche Erfahrungen machen jüdische Kinder und Jugendliche an Berliner Schulen? Wie sicher fühlen sie sich und welche Fragen haben (auch potenziell) betroffene Eltern in Bezug auf Antisemitismus in der Schule? Was können und sollen mögliche Handlungsoptionen für Schulen, Zivilgesellschaft und Politik sein?

Diesen und anderen Fragen wollten wir einen geschützten Raum geben. Das Gespräch fand am 03.05.2017 in Berlin statt.

Initiator*innen und Gesprächspartner*innen waren Marina Chernivsky (Leiterin des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment, ZWST), Sergey Lagodinsky (Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Anja Olejnik (JDC) und Marguerite Marcus (Psychotherapeutin).