ACT | Acceptance Commitment Training

Ein Bildungs- und Beratungsprogramm für Schule, Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit

Was ist Antisemitismus? Welche Erscheinungsformen sind heute relevant? Wer ist davon betroffen? Welchen Stellenwert haben die je eigene Haltungen, Erfahrungen und Emotionen im Umgang mit aktuellem Antisemitismus? Welche Grundprinzipien, Arbeitsformen und Methoden haben sich bewährt? Welche Handlungsstrategien im Umgang mit Vorfällen sind wirksam und empfehlenswert? Wie kann der Schutz derer, die Antisemitismus erfahren, gewährleistet werden? Und wie wollen wir uns zu diesem Thema positionieren, als Bildungsinstitution und als Kollegium?

Gegenwärtiger Antisemitismus tritt in diversen Sozialräumen auf. Dabei überlagern sich die subtileren Erscheinungsforen mit offenen, gar gewaltförmigen Aggressionen gegen Juden*innen und manifestieren sich in Bildungseinrichtungen besonders häufig. In Deutschland schafft die historische Tradierung von Antisemitismus einen spezifischen Kontext für die Bildungsarbeit zum Antisemitismus. Jahrelang wurde das Phänomen Antisemitismus ausschließlich im Kontext von Geschichtsvermittlung behandelt und ist nach wie vor kein Lerngegenstand der pädagogischen Ausbildung. Die steigende Fallzahl antisemitischer Vorfälle, die Zunahme an Diskriminierung und Gewalt gegenüber Minderheiten an der Schule und anderen Bildungseinrichtungen stellen Fachkräfte vor die Herausforderung, angemessen und kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren.

ACT unterstützt pädagogische Fachkräfte darin:

• den aktuellen Antisemitismus unter Einbeziehung jüdischer Perspektiven wahrzunehmen und seine aktuelle Relevanz anzuerkennen,
• seine gegenwärtigen Erscheinungsformen unter Berücksichtigung ihrer zentralen Mechanismen und Funktionen sowie Verknüpfungen mit anderen kollektiven Ablehnungshaltungen sowie Phänomenen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) zu identifizieren und neuzuordnen,
• eigene Haltungen zu Antisemitismus kritisch zu hinterfragen,
• zeitgemäße pädagogische Zugänge und Unterrichtsmethoden einzuüben und auf eigene Praxis zu übertragen,
• Reaktions- und Interventionsmöglichkeiten (Beschwerdemanagement, Umgang mit Konflikten und Vorfällen, Krisenintervention, Betroffenenberatung, Prävention und Netzwerkmanagement) zu erproben bzw. zu implementieren

Die aktuelle ACT-Reihe findet in Berlin statt. Die Reihe wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Landeszentrale für Politische Bildung und erfolgt in Kooperation mit der Antidiskriminierungsbeauftragten der Senatsverwaltung für Bildung sowie der RAA Berlin.

Das komplette ACT Programm umfasst 3 zweitägige Module (insgesamt 6 Fortbildungstage) sowie praxisbegleitende Super- und Intervision je nach Bedarf.

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